Bandbreiten Infos :

Um den Protokolloverhead auszugleichen synchronisiert sich das Modem zum DSLAM mit höheren Übertragungsraten als vom Provider im Tarif angegeben. Ein Beispiel: Sie haben einen typischen ADSL-Anschluss mit einer maximalen Übertragungsrate von 1Mbit Downstream und 128Kbps Upstream. Hier sollte sich das Modem auf 1152-1184Kbps Downstream und 160Kbps Upstream synchronisieren um beim surfen/downloaden die effektive Nutzdatenrate von ca. 1000/128 zu erreichen. Die etwas höheren Datenraten sind sozusagen ein Bonus der Provider um den Protokolloverhead auszugleichen.

In der Regel werden die Down- und Upstream Raten von Arcor und T-DSL folgendermaßen synchronisiert.

tatsächliche Geschwindigkeiten, die auf ADSL-Ebene ausgehandelt werden
AnschlussDownstreamUpstream
Arcor 384448 Kbps96 Kbps
Arcor 768928 Kbps160 Kbps
Arcor 15001696 Kbps288 Kbps
T-DSL 384448 Kbps96 Kbps
T-DSL 768864 Kbps160 Kbps
T-DSL 15001728 Kbps224 Kbps
T-DSL 1500*1728 Kbps448 Kbps
Arcor 60006912 Kpbs736 Kbps
Arcor 1600018143 Kpbs925 Kbps
T-DSL 60006656 Kbps640 Kbps
AnschlussDownstreamUpstream
Arcor 10001152 Kbps160 Kbps
Arcor 20002304 Kbps224 Kbps
Arcor 2000*2304 Kbps448 Kbps
Arcor 30003456 Kbps448 Kbps
Arcor 3000**3456 Kbps576 Kbps
T-DSL 10001184 Kbps160 Kbps
T-DSL 20002304 Kbps224 Kbps
T-DSL 2000*2304 Kbps448 Kbps
T-DSL 30003456 Kbps448 Kbps
T-DSL 3000**3456 Kbps576 Kbps
* = Leistungsmerkmal Upstream 384 aktiviert
** = Leistungsmerkmal Upstream 512 aktiviert  
(alle Angaben ohne Gewähr, Stand 03.08.2005, Quelle: Internet)
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Natürlich können auch wesentlich niedrigere Werte beim Synchronisationsvorgang ausgehandelt werden (z.B. bei hohem Leitungswiderstand durch lange Leitungen). Eventuell kann man dies dann durch ein wenig Feineinstellung am Modem verbessern.

Der Synchronisationsvorgang dauert, je nach Modem, 20-120 Sekunden und kann durch Stromunterbrechung, Leitungsunterbrechung oder direkt mit einem Befehl an das Modem erneut gestartet werden. Dabei werden die Down- und Upstream Raten immer in 32Kbps Schritten ausgehandelt.

Achtung: Im Gegensatz zu Arcor hat T-COM an ihren T-DSL Anschlüssen keine Option für einen so genannten Rate-Adaptive-Trainingsprozess aktiviert. Das heißt, es wird entweder die volle Bandbreite (fixed rate) erreicht oder der Synchronisationsvorgang läuft ins Leere. Bei aktiviertem Rate Adaptive Mode (Arcor) können die Bitraten sowohl im Downstream als auch im Upstream (je nach Leitungsqualität) unterhalb der vom Provider festgelegten maximalen Bitraten liegen. Es wurde berichtet dass jemand mit diesem Verfahren einen DSL-Anschluss bei 8km Leitungslänge mit einer minimalen Geschwindigkeit (dank variabler Bitraten) betreiben konnte.

Xavi 7000 und 7001 Verbindungsaufbau:
Um überhaupt feststellen zu können ob eine Einstellungskorrektur am Modem sinnvoll oder überflüssig ist muss man erst mal eine RS232-Verbindung zum Xavi herstellen. Dazu braucht man ein Verbindungskabel und ein Terminal-Programm. Hyper Terminal das bei Windows mit dabei ist eignet sich dafür hervorragend.
Cellpipe 22A-BX-AR Verbindungsaufbau:
Das Cellpipe verfügt von Haus aus über ein Webinterface um alle wichtigen Einstellungen zu überprüfen und zu verwalten.
Wer jedoch etwas optimieren möchte, muß eine Telnet-Verbindung zum Modem aufbauen. Bei Bedarf kann das Cellpipe auch zu einem Router/Modem Kombi-Gerät mit IP-Filter und Firewall umkonfiguriert werden.
Arcor Speed-Modem 50 und 100:
Das Speed-Modem 50 und 100 von Arcor ist baugleich mit dem Cellpipe 22A-BX-AR.
Arcor Speed-Modem 50 Z Verbindungsaufbau:
Optimieren kann man das Speed-Modem 50 Z leider nicht. Es kann aber mit wenig Aufwand zu einem Router/Modem Kombi-Gerät mit Webinterface umkonfiguriert werden.
Teledat 331 LAN Verbindungsaufbau:
Um Daten auszulesen oder Einstellungskorrekturen vorzunehmen, muß eine Telnet-Verbindung zum Modem aufgebaut werden.

Da bei einer Modem-Optimierung Begriffe wie Dämpfung (attenuation) und Verstärkung (gain) öfters vorkommen habe ich dazu eine kleine Extra-Info zusammengestellt.









Lexikon :
Protokolloverhead
Daten, die den Nutzdaten von der Kommunikationssoftware hinzugefügt werden, um die Datenkommunikation zu steuern. Der Protokolloverhead "belastet" die maximale Übertragungskapazität und senkt damit die Transfergeschwindigkeit. Zum Protokolloverhead gehören z.B. ATM-Header, Ethernet-frame-Header, IP-Header, TCP-Header, PPPoE-Header, HTTP-Header, etc.

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DSLAM (digital subscriber line access multiplexer)
Bei der DSLAM handelt es sich um eine Einrichtung, die mehrere DSL-Leitungen zusammenfasst und mit einer übergeordneten Einrichtung, beispielsweise einem ATM-Switch verbindet. Der DSLAM multiplext die Datenströme der DSL-Strecken auf eine hochratige Verbindungsleitung zu einem Breitbandnetz und hat meist Switching-Funktionalität.

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Hyper Terminal
Stellt eine Verbindung mit anderen Computern, Internet-Telnetstandorten, BBS (Bulletin Board Systemen), Onlinediensten und Hostcomputern her. Hyper Terminal findet man über Startmenü->Programme->Zubehör->Kommunikation.

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